II. BMBF
Klausurwoche zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten der modernen Lebenswissenschaften: „Ehrenamt im Kontext von Palliative Care – tragfähige Konzepte für die Zukunft?“

Leiter Univ.-Prof. Dr. med. Lukas Radbruch
Inhalt

Aufgrund der Geschichte der Hospizbewegung als Bürgerbewegung ist das Ehrenamt originärer Bestandteil von Palliative Care in Deutschland und ist im fünften Sozialgesetzbuch (§§37b und 39a SGB V) verankert. Die Dienste und Netzwerke in Palliative Care haben sich dabei zunehmend professionalisiert und spezialisiert. Die Hospiz- bzw. Palliativversorgung war in ihren Anfängen weitestgehend auf Krebspatienten beschränkt, mittlerweile stehen auch neurologische (Parkinson, Demenz, ALS), kardiovaskuläre und pulmonologische Erkrankungen im Fokus. Neben dem epidemiologischen Wandel, stellt die demografische Entwicklung unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Es gibt immer mehr hochaltrige, multimorbide Patienten, die eine langfristige Begleitung benötigen und gleichzeitig ist soziologisch eine Vereinzelung zu beobachten, da kein familiäres Unterstützungssystem vorhanden ist.

Internationale Experten und Nachwuchswissenschaftler haben in einer Studienwoche über ein tragfähiges Konzept für die Zukunft des Ehrenamts in Palliative Care in Deutschland diskutiert. Ziel der inter- bzw. transdisziplinären Auseinandersetzung waren Identifikation normativer, juristischer, gesellschaftspolitischer, gesundheitswissenschaftlicher, spiritueller und sozialer Aspekte des Ehrenamts und transdisziplinären Forschungsbedarfs. Derzeit werden Publikationen der Beiträge sowie der Diskussionen erarbeitet.

Sponsor Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)